Unter­halt

Unter­halt

Habe ich einen Anspruch auf Unterhalt?

Das Gesetz ent­hält meh­re­re Rege­lun­gen für die Unter­halts­an­sprü­che, sodass es einer kon­kre­ten Über­prü­fung bedarf, ob Sie einen Anspruch auf Unter­halt haben. In einem Erst­be­ra­tungs­ge­spräch geben wir Ihnen ger­ne eine ers­te Ein­schät­zung, ob Ansprü­che bestehen könnten.

Muss ich wirk­lich so viel zahlen?

Nie­mand soll über­vor­teilt wer­den. Wenn Sie Unter­halt zah­len sol­len, ist es rat­sam, die bean­spruch­ten Zah­lun­gen durch einen Anwalt prü­fen zu lassen.

Ins­be­son­de­re wenn sich die Ein­kom­mens­ver­hält­nis­se ändern, oder der/die Unter­halts­pflich­ti­ge einem wei­te­ren Berech­tig­ten, etwa einem Kind aus einer neu­en Bezie­hung zum Unter­halt ver­pflich­tet ist, ist die Über­prü­fung der Unter­halts­an­sprü­che ange­zeigt und ggf. eine Anpas­sung an die aktu­el­len Ver­hält­nis­se vorzunehmen.

Auch die wesent­li­chen Ände­run­gen in dem seit 2008 gel­ten­den Unter­halts­recht geben Anlass zur Über­prü­fung Ihrer Unterhaltsverpflichtungen.

Wie lang muss ich zahlen?

Kin­der haben einen Anspruch auf Unter­halt, bis sie eine eige­ne Lebens­stel­lung erlangt haben, in der Regel mit Been­di­gung der Aus­bil­dung. Ab dem 18. Lebens­jahr müs­sen sich Kin­der selbst um ihre Unter­halts­an­sprü­che küm­mern. Eige­nes Ein­kom­men des Kin­des ist bei der Unter­halts­be­rech­nung zu berücksichtigen.

Beim Ehe­gat­ten­un­ter­halt wird nach der Unter­halts­rechts­re­form ver­stärkt auf die Eigen­ver­ant­wor­tung der geschie­de­nen Ehe­part­ner ver­wie­sen. Eine unbe­fris­te­te Unter­halts­ver­pflich­tung wird nur noch sehr sel­ten bestehen. Ob und in wel­cher Höhe Ehe­gat­ten­un­ter­halts­an­sprü­che bestehen, ist nur nach einer ein­zel­fall­ab­hän­gi­gen Beur­tei­lung mög­lich. Die neu­en Unter­halts­re­geln eröff­nen zudem die Mög­lich­keit, bereits bestehen­de Unter­halts­ver­ein­ba­run­gen und ‑ent­schei­dun­gen einer Über­prü­fung zu unter­zie­hen, was wir ger­ne für Sie übernehmen.

Wie kann ich Unter­halt verlangen?

Für die Fest­stel­lung der Unter­halts­an­sprü­che ist zunächst ein­mal die Kennt­nis von den Ein­kom­mens­ver­hält­nis­sen des Unter­halts­pflich­ti­gen erfor­der­lich. Lie­gen sämt­li­che Unter­la­gen vor, kön­nen wir Ihnen die Höhe des Unter­halts berech­nen. Der Unter­halt ist dann ab dem Zeit­punkt, ab dem die Aus­kunft gefor­dert wur­de, zu zah­len, sodass ins­be­son­de­re nach der Tren­nung rasch zu han­deln ist.

Muss ich mei­nen Eltern Unter­halt zahlen?

Grund­sätz­lich besteht auch gegen­über den eige­nen Eltern eine Unter­halts­ver­pflich­tung, wenn die­se bedürf­tig wer­den, etwa wenn die Ren­te nicht aus­reicht oder durch eine Heim­un­ter­brin­gung erheb­li­che Kos­ten ent­ste­hen, die mit der Ren­te nicht gedeckt sind. Auf­grund der stei­gen­den Lebens­er­war­tung und der hohen Pfle­ge­kos­ten stellt sich die­se Pro­ble­ma­tik immer häu­fi­ger. Bevor der Staat Hil­fe leis­tet, wen­det er sich zunächst an die Kin­der der Unter­halts­be­dürf­ti­gen. Beson­ders dann, wenn die­se Kin­der noch eige­ne, unter­halts­be­dürf­ti­ge Kin­der haben, kön­nen Pfle­ge­kos­ten zu einer Gefähr­dung der eige­nen Exis­tenz füh­ren. Zudem ist auch an die Siche­rung der eige­nen Alters­vor­sor­ge zu den­ken. Anhand Ihrer kon­kre­ten Ein­kom­mens- und Ver­mö­gens­ver­hält­nis­se und der Berück­sich­ti­gung wei­te­rer Unter­halts­be­rech­tig­ter kön­nen wir über­prü­fen, ob eine Unter­halts­ver­pflich­tung gegen­über Ihren Eltern oder einem Eltern­teil besteht.