Media­ti­on

Media­ti­on

War­um Mediation?

Wenn es zur Tren­nung kommt, bricht ein gemein­sa­mes Lebens­kon­zept aus­ein­an­der. Ent­täu­schung, Wut, Ver­zweif­lung, Hass und Exis­tenz­ängs­te kön­nen die Betei­lig­ten sehr belas­ten und den Blick auf eine zukunfts­ori­en­tier­te Lösung für die jetzt drin­gend zu regeln­den The­men (wie z.B. die Rege­lung der Wohn­si­tua­ti­on, der Finan­zen, des Kon­tak­tes der Kin­der zu bei­den Eltern etc.) ver­stel­len. Ins­be­son­de­re wenn Sie Kin­der haben, soll­te Ihnen bewusst sein, dass Sie als Eltern weit über die Scheidung hin­aus in gemein­sa­mer Ver­ant­wor­tung mit­ein­an­der ver­bun­den bleiben.

Wir sind seit mehr als 15 Jah­ren als Fami­li­en­an­wäl­tin­nen tätig. Als Anwäl­tin­nen erle­ben wir immer wie­der, dass die Betei­lig­ten mit gericht­li­chen Urtei­len unzu­frie­den sind. Denn einer gericht­li­chen Ent­schei­dung geht häu­fig ein lan­ger und zer­mür­ben­der Pro­zess vor­aus, an des­sen Ende ein Drit­ter –näm­lich der Rich­ter- über den Kopf der Betei­lig­ten hin­weg eine Ent­schei­dung trifft. Oft­mals ist der Aus­gang eines gericht­li­chen Ver­fah­rens unge­wiss und zusätz­lich mit einem hohen Kos­ten­ri­si­ko auf bei­den Sei­ten verbunden.

Die Media­ti­on bie­tet Ihnen eine Alter­na­ti­ve zu einem gericht­li­chen Ver­fah­ren und eröff­net Ihnen die Mög­lich­keit, einen ande­ren Weg zu gehen. Denn in der Media­ti­on erar­bei­ten Sie mit Unter­stüt­zung eines neu­tra­len Ver­mitt­lers in direk­ten Ver­hand­lun­gen mit­ein­an­der selbst­be­stimmt eine für Sie pas­sen­de Lösung, die von bei­den Sei­ten als fair emp­fun­den wird. Im Unter­schied zu einer gericht­li­chen Ent­schei­dung gibt es kei­ne Gewin­ner und Ver­lie­rer, weil Sie sich auf eine gemein­sa­me ver­bind­li­che Lösung ver­stän­di­gen, die für alle Sei­ten annehm­bar ist. Lösungs­we­ge, die mit­ein­an­der erar­bei­tet wur­den, sind nach­hal­ti­ger und bewir­ken lang­fris­ti­ge Zufrie­den­heit. Im Rah­men einer Media­ti­on kann dabei weit­aus mehr auch auf per­sön­li­che Bedürf­nis­se bei­der Sei­ten ein­ge­gan­gen wer­den, die in einem gericht­li­chen Ver­fah­ren kei­ne Beach­tung finden.

Was ist Media­ti­on und wie kön­nen wir Sie als Media­to­rin­nen unterstützen?

Die Media­ti­on ist ein außer­ge­richt­li­ches Ver­fah­ren mit dem Ziel, ein­ver­nehm­li­che Lösun­gen für die The­men, die Sie ver­bind­lich regeln möch­ten, zu fin­den. Sol­che The­men sind bei einer Tren­nung zum Bei­spiel: Rege­lun­gen zum Unter­halt für Ehe­gat­ten und Kin­der, die Ver­mö­gens­auf­tei­lung, Sor­ge- und Umgangs­recht, Ver­sor­gungs­aus­gleich, Woh­nen im Haus etc. Alle Inhal­te der Media­ti­on wer­den ver­trau­lich behan­delt und Sie ver­stän­di­gen sich dar­auf, wäh­rend des Media­ti­ons­ver­fah­rens kei­ne gericht­li­chen Schrit­te einzuleiten.

Als Media­to­rin­nen unter­stüt­zen wir Sie als neu­tra­le Ver­mitt­le­rin­nen dabei, eigen­ver­ant­wort­lich gemein­sa­me Zie­le zu for­mu­lie­ren und gemein­sam auf die­se hin­zu­ar­bei­ten. Hier­bei ach­ten wir dar­auf, dass jeder von Ihnen glei­cher­ma­ßen zu Wort kommt, um sei­ne Anlie­gen zu for­mu­lie­ren und Sie auf Augen­hö­he mit­ein­an­der ver­han­deln kön­nen. Dazu gehört auch, dass alle Betei­lig­ten offen und ehr­lich mit­ein­an­der umge­hen und umfas­send infor­miert sind. Dies beinhal­tet auch die neu­tra­le recht­li­che Infor­ma­ti­on. Die­se kann in der Media­ti­on selbst durch uns als Media­to­rin­nen oder durch ein­ver­nehm­lich beauf­trag­te exter­ne Bera­ter erfolgen.

Sie bestim­men im Media­ti­ons­ver­fah­ren selbst, wel­che The­men zu regeln sind und wie viel Zeit Sie für die Media­ti­on benö­ti­gen. Die Media­ti­on ist näm­lich ein frei­wil­li­ges Ver­fah­ren, in dem Sie — im Unter­schied zu einem Gerichts­pro­zess- selbst bestim­men, wie es wei­ter­geht. Daher bie­tet Ihnen die Media­ti­on die Chan­ce, im direk­ten Gespräch mit­ein­an­der gemein­sam Lösun­gen zu gestal­ten, die nicht nur auf das recht­li­che begrenzt sind, son­dern auch Ihre per­sön­li­chen Inter­es­sen und Bedürf­nis­se berück­sich­ti­gen. Gern arbei­ten wir für Sie auch in Co-Mediation.

Zum Ablauf der Media­ti­on: Die Media­ti­on ist ein struk­tu­rier­tes Ver­fah­ren, wel­ches in ver­schie­de­ne Arbeits­pha­sen unter­teilt wird: Zu Beginn der Media­ti­on erläu­tern wir Ihnen die Prin­zi­pi­en der Media­ti­on (sie­he oben). Wir klä­ren mit­ein­an­der den Auf­trag sowie die Zie­le, die Sie mit­ein­an­der errei­chen wol­len und hal­ten die­se in einem schrift­li­chen Arbeits­bünd­nis fest. In dem Arbeits­bünd­nis ver­pflich­ten Sie sich zur Ein­hal­tung die­ser Prin­zi­pi­en und legen die Regeln für Ihre Zusam­men­ar­beit fest. Unse­re Auf­ga­be als Media­to­rin­nen ist auch, für die Ein­hal­tung der Regeln, die Sie sich gege­ben haben, Sor­ge zu tra­gen. In den wei­te­ren Media­ti­ons­sit­zun­gen wer­den alle The­men erör­tert, die Sie in der Media­ti­on bespre­chen wol­len und es wer­den Lösungs­op­tio­nen erar­bei­tet. Am Ende wird ein Ver­trag formuliert.

Ziel der Media­ti­on ist es, die von Ihnen mit unse­rer Unter­stüt­zung erar­bei­te­ten Rege­lun­gen zur Gestal­tung der Tren­nungs­fol­gen in einem schrift­li­chen Ver­trag ver­bind­lich fest­zu­hal­ten. Wenn es erfor­der­lich ist, ist die­se Ver­ein­ba­rung nota­ri­ell zu beur­kun­den.

Als Fami­li­en­an­wäl­tin­nen machen wir immer wie­der die Erfah­rung, dass die in der Media­ti­on gefun­de­nen Lösun­gen nach­hal­ti­ger und zufrie­den­stel­len­der sind, weil Sie Ihre mit der Tren­nung ver­bun­de­nen Kon­flik­te selbst­be­stimmt und gemein­sam gelöst und gemein­sam erar­bei­tet haben.

Sie sind gemein­sam zu einem Ergeb­nis gelangt, das für alle Sei­ten akzep­ta­bel ist und auch das Wohl Drit­ter, näm­lich ins­be­son­de­re der Kin­der, im Blick hat. Dies führt in aller Regel zu einer höhe­ren Zufrie­den­heit und zu einer lang­fris­ti­gen Ent­las­tung für alle Beteiligten.

„Sei Du selbst die Ver­än­de­rung,
die Du Dir wünschst für die­se Welt.“

– Mahat­ma Ghandi –

Was kos­tet die Mediation?

In einem kos­ten­lo­sen 30-minü­ti­gen Ein­gangs­ge­spräch erläu­tern wir Ihnen die Grund­prin­zi­pi­en der Media­ti­on und den Ablauf des Ver­fah­rens sowie auch die für die Media­ti­on anfal­len­den Kos­ten. Die Media­ti­on wird nach Stun­den­auf­wand abge­rech­net. Manch­mal über­neh­men die Rechts­schutz­ver­si­che­run­gen die Kos­ten für die Media­ti­on. Ger­ne beant­wor­ten wir Ihre kon­kre­ten Fra­gen hier­zu im Eingangsgespräch.

Ist die Media­ti­on für mich ein pas­sen­des Verfahren?

Eine Media­ti­on ist kos­ten­güns­ti­ger als ein gericht­li­ches Ver­fah­ren, sie stellt jedoch auch Anfor­de­run­gen an die Klienten:

Media­ti­on ist dann ein für Sie pas­sen­des Ver­fah­ren, wenn Sie sich zutrau­en, die zu regeln­den The­men offen und ehr­lich zu dis­ku­tie­ren, wenn Sie grund­sätz­lich die Bereit­schaft zum Gespräch und zur Eini­gung mit­brin­gen und wenn Sie auch nach der Tren­nung einen koope­ra­ti­ven und wert­schät­zen­den Umgang mit­ein­an­der anstreben.

Kon­flik­te selbst­be­stimmt und auto­nom zu lösen, bedeu­tet nicht, alle eige­nen Wün­sche und Posi­tio­nen durch­zu­set­zen oder hier­auf zu ver­zich­ten. Es geht viel­mehr dar­um, trotz gro­ßer Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten die jewei­li­gen Inter­es­sen in Ein­klang zu brin­gen und einen „gemein­sa­men Nen­ner“ zu fin­den, um eine gemein­sa­me Lösung zu erar­bei­ten, die für alle Sei­ten annehm­bar ist. Wenn es Ihnen gelingt, trotz Ihrer nach­voll­zieh­ba­ren Dif­fe­ren­zen, den Blink­win­kel zu ver­än­dern, um mit­ein­an­der gute und trag­fä­hi­ge Lösun­gen zu erar­bei­ten, freu­en wir uns, wenn wir Sie hier­bei unter­stüt­zen kön­nen. Wenn Sie die­sen Weg mit uns gehen wol­len, dann spre­chen Sie uns ger­ne an.

Auf­grund unse­rer Aus­bil­dung als Media­to­rin­nen kön­nen Sie auf unse­re lang­jäh­ri­ge und fun­dier­te Erfah­rung vertrauen.

Ihre Bea­tri­ce Medert & Sil­ke Morsch